Müllvermeidung im Alltag

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Müllvermeidung ist im Alltag in allen Lebenslagen möglich: Egal ob bei der Ausübung des Hobbies, auf der Arbeit, im Familienleben, in der Schule oder unterwegs.

Sie haben es in der Hand, wie viel Abfall Sie produzieren. Wir geben Ihnen Tipps, mit denen Sie Müll vermeiden und somit mehr Platz in Ihren Tonnen haben.

Reparieren statt wegwerfen

Ist ein Gegenstand defekt, neigen viele Menschen dazu, diesen einfach zu entsorgen und sich einen Ersatz zu kaufen. Dabei könnten viele Dinge problemlos repariert und anschließend weiter genutzt werden. Häufig fehlen allerdings das Know-How und die Energie. Hier setzen sogenannte Repair Cafés an. Das sind Treffen, bei denen die Teilnehmer alleine oder gemeinsam ihre kaputten Gegenstände wieder in Ordnung bringen. Alles, was man dazu braucht, ist vorhanden und ehrenamtliche Helfer geben die entsprechenden Anleitungen. Auf diese Weise wird vermittelt, dass reparieren nicht nur Müllersparnis, sondern gleichzeitig jede Menge Spaß bedeutet. Wer dafür im stressigen Alltag tatsächlich nicht die Zeit und die Muße hat, lässt Reparaturen einfach von den entsprechenden Fachkräften durchführen.

Papierverbrauch reduzieren

Auf der einen Seite schneidet Deutschland im internationalen Vergleich gut ab, was das Papierrecycling betrifft. Auf der anderen Seite sind wir mit 250 Kilogramm pro Jahr und Kopf auch einer der größten Verbraucher. Die Altpapiertonnen quer durch die Republik quellen in regelmäßigen Abständen über. Doch es gibt Möglichkeiten, mit denen Sie Ihren Papierverbrauch drastisch reduzieren können.

Vor allem im beruflichen Kontext, im Rahmen des Studiums, aber auch im schulischen Umfeld fällt jede Menge Altpapier an. Haben Sie schulpflichtige Kinder? Dann schließen Sie sich mit anderen Eltern zusammen und bitten Sie darum, auf einen Wust an Elternbriefen zu verzichten und die entsprechenden Infos stattdessen als Mail zu versenden. Bringen Sie Ihren Kindern außerdem frühzeitig den bewussten Umgang mit der Ressource Papier bei.

An deutschen Universitäten werden immer mehr Skripte in digitaler Form und nicht mehr als Kopiervorlagen zur Verfügung gestellt, so dass Studenten diese dann auf ihrem Tablet lesen können. Denn seien wir einmal ehrlich: Nach Ende des Semesters landen die Skripte ohnehin oftmals direkt im Papierkorb. Im beruflichen Alltag sollte dagegen stets die Frage im Raum stehen, ob ein Ausdruck des jeweiligen Dokuments wirklich notwendig ist. Und falls ja, reicht nicht eine verkleinerte Ansicht oder eine doppelseitige Bedruckung? Denn allein so können Sie den Papierverbrauch erheblich senken.

Davon unabhängig sollten Sie immer Recyclingpapier verwenden. Achten Sie dafür auf Papier, das mit dem Umweltsiegel blauer Engel ausgezeichnet ist.

Quillt Ihr Briefkasten auch oftmals über vor lauter Werbeblättchen und kostenlosen Wochenzeitungen, die in der Regel ungelesen bleiben? Ein kleines Schild mit der Aufschrift „Bitte keine kostenlosen Zeitungen und Wochenblätter einwerfen“ kann hier Abhilfe verschaffen und führt dazu, dass Sie mehr Platz in Ihrer Altpapiertonne haben. Je mehr Häuser mit diesem Schild darauf hinweisen, dass Sie keine Werbung bekommen möchten, desto eher werden Hersteller darauf aufmerksam und reduzieren (hoffentlich) die Anzahl an Reklameblättchen.

Sind Sie eine wahre Leseratte? Dann lohnt sich die Anschaffung eines E-Readers für Sie. Bei Zeitungen und Zeitschriften eignet sich auch ein Tablet. Auf diese Weise können Sie immer und überall Ihre favorisierten Zeitungen lesen. Und wer sich schon lange darüber ärgert, dass die Zeitung beim Sonntagsfrühstück mit großer Wahrscheinlichkeit früher oder später im Marmeladen-Brötchen oder im Ei landet, wird die digitale Form lieben. Auf diese Weise können Sie komfortabel und zeitgemäß Altpapier einsparen.

Einweggeschirr und -besteck vermeiden

Bei Geburtstagsfeiern oder Grillpartys greifen viele Menschen auf Einweggeschirr und -besteck zurück. Schließlich muss hinterher nichts gespült werden. Klar ist dies praktisch. Doch Geschirr aus Plastik ist teuer und produziert in der Summe einen riesigen Müllberg. Fakt ist: Mit Gläsern, Porzellangeschirr und richtigem Besteck feiern Sie nicht nur stilvoller und nachhaltig, sondern auf Dauer auch günstiger.

Auch unterwegs ist für viele von uns der Einwegbecher nicht mehr wegzudenken, um sich auf dem Weg zur Bahn noch schnell die morgendliche Dosis Koffein einzuverleiben. Laut der Deutschen Umwelthilfe verbrauchen wir pro Stunde etwa 320.000 dieser sogenannten Coffee To-Go-Becher. Im Sinne der Müllvermeidung gibt es zahlreiche Alternativen – der Klassiker ist natürlich zuhause die Thermoskanne mit frischem Kaffee aufzufüllen. Bleibt morgens keine Zeit zum Kaffee kochen: Mittlerweile füllen die meisten Bäcker den Kaffee auch in eigens mitgebrachte Behältnisse.

Auch wenn es sich dabei nicht um Geschirr im herkömmlichen Sinne handelt, sollten Sie keine Alufolie oder Brottüten verwenden. Indem Sie darauf verzichten, unterwegs eingepackte Brötchen oder Salate zu kaufen, tragen Sie schon einiges zur Müllvermeidung bei. Ihren Snack dann jedoch in Alufolie zu verpacken, ist kontraproduktiv. Nehmen Sie stattdessen eine Lunchbox. Auch das Pausenbrot für Ihr Kind sollten Sie in einer Brotdose transportiern. Auf diese Weise sparen Sie nicht nur Müll, sondern transportieren das Essen auf gesundheitlich unbedenkliche Weise.

Mehr zu diesem Thema finden Sie übrigens auch in unserem Blogbeitrag zur Müllvermeidung in der Küche.

Jutebeutel und Besteck aus Holz - RESORTI

Unnötigen Elektronikschrott vermeiden

Besonders im Elektronikbereich gibt es auf dem Markt viele auffallend günstige Geräte. Leider wird dann aber schnell deutlich: Das Gerät taugt nichts oder ist bereits nach kurzer Zeit defekt. Ein Sprichwort sagt: „Billig kauft zweimal.“ Investieren Sie daher bereits im Vorfeld in ein qualitativ hochwertigeres Gerät. So sparen Sie im Endeffekt nämlich nicht nur Geld, sondern vermeiden auch unnötigen Elektronikschrott.

Kleidungsstücken ein zweites Leben schenken

Auch ausrangierte Kleidungsstücke produzieren Müll. Die Entsorgung über die Altkleidercontainer ist schon einmal der richtige Ansatz. Auf diese Weise haben Sie mehr Platz in Ihren Abfallbehältnissen und jemand anders hat vielleicht noch Freude an Ihrer Hose oder Jacke.

Aber daneben gibt es noch weitere Optionen. Viele Löcher oder Risse können Sie problemlos nähen oder, wenn Sie selbst nicht über die erforderlichen Kenntnisse verfügen, beim Schneider nähen lassen. Ist Ihnen Kreativität kein Fremdwort und sind Sie handwerklich ein wenig geschickt? Upcycling ist eine tolle Möglichkeit, ausrangierte Textilien ein zweites Leben zu schenken: aus kaputten Bettlaken werden Stofftaschentücher, Handtücher werden zu Babylätzchen umfunktioniert und aus alten Shirts können Sie ganz einfach Putzlappen machen.

Und falls Ihnen die Kleidungsstücke einfach nicht mehr gefallen, sie aber trotzdem gut in Schuss sind: Verkaufen Sie diese online, auf dem Flohmarkt oder über Second-Hand-Läden. Auch eine tolle Option sind Kleidertauschpartys. Bestimmt haben Ihre Freunde auch Kleidungsstücke im Schrank, die noch einwandfrei aussehen, aber dennoch nie getragen werden. Veranstalten Sie doch selber eine Kleidertauschparty. Das macht Spaß und so manch ausgedientes Kleidungsstück findet hier einen neuen glücklichen Besitzer.

Müllvermeidung: Alte Kleider auf Kleiderstangen - RESORTI

Transportverpackungen reduzieren

Zwischen 2003 und 2013 stieg die Menge des gesamten Verpackungsmülls von 15,5 Millionen auf 17,1 Millionen Tonnen pro Jahr. Einen großen Anteil daran hat der Internethandel. Die Lösung: Kaufen Sie, wenn es möglich ist, regional ein. Damit sparen Sie nicht nur Verpackungsmüll, sondern unterstützen auch den lokalen Einzelhandel. Wenn es nur online geht: Tun Sie sich, wenn möglich, mit anderen zusammen und machen Sammelbestellungen.

Lieber waschen, statt wegwerfen

Ein Durchschnittsdeutscher verbraucht im Leben 40.958 Papiertaschentücher. Das ist vom Volumen etwa so viel wie fünf volle Badewannen. Kaufen Sie stattdessen schöne Stoffservietten, weiche Stofftaschentücher und waschbare Wischtücher. Nach einer 60° C Wäsche sind diese hygienisch wieder vollkommen einwandfrei.

Auch durch den Verzicht auf Einwegwindeln können Sie jede Menge Müll einsparen. Dies heißt aber noch lange nicht, dass Sie auf kompliziert zu wickelnde Stoffwindeln zurückgreifen müssen. In den meisten Drogeriemärkten erhalten Sie waschbare Windeln, die genau so zu handhaben sind, wie die handelsüblichen Einwegwindeln.

In robustes Spielzeug investieren

Wer kennt es nicht, wenn Kinder an Weihnachten oder am Geburtstag mit Geschenken regelrecht überschüttet werden? Dabei brauchen Kinder unter drei Jahren nicht viel, um glücklich zu sein. Ein Pappkarton, Kochtöpfe oder eine Pfütze reichen meist schon vollkommen aus, so dass sie sich beschäftigen können. Trotzdem kaufen Deutsche pro Kind oftmals Spielzeug im Wert von 240 Euro. Ein Großteil davon landet irgendwann im Müll. Investieren Sie daher lieber in robustes und langlebiges Spielzeug, das bestenfalls über mehrere Generationen weitergegeben werden kann.

Teilen und ausleihen statt neu kaufen

Eine Bohrmaschine kostet etwa 100 Euro, für einen guten Trekking-Rucksack zahlt man schnell 200 Euro und auch eine Nähmaschine liegt bei circa 150 Euro. Zudem benötigen all diese Dinge Stauraum, der gerade in innerstädtischen Wohnungen rar gesät ist. Über kurz oder lang überkommt die meisten Menschen dann das große Entrümpeln und Aussortieren und all diese teuer angeschafften Gegenstände landen auf dem Müll. Oftmals nach nur einmaliger Verwendung.

Besser ist es also, sich beispielsweise den Rucksack auszuleihen. Im Gegenzug können Sie anderen einen Pavillon oder den Messerschleifer borgen. Besitzt in Ihrem Umfeld niemand den benötigten Gegenstand? Größere Gegenstände, wie Handwerker-Maschinen, können Sie in den meisten Baumärkten mieten. In Großstädten können Online-Leihportale dabei helfen, die jeweiligen Utensilien auszuleihen.

Flohmärkte, Secondhand-Läden und Onlinebörsen nutzen

In jeder Stadt gibt es Antiquariate, Secondhand-Läden und Flohmärkte. Dort können Sie nahezu alle Dinge, die Sie nicht mehr brauchen, loswerden und nebenbei ein wenig die Urlaubskasse aufbessern.

Dinge spenden

Nicht alles, was Sie selbst nicht mehr benötigen, ist gleichzeitig auch Müll. Spenden Sie diese Dinge an gemeinnützige Organisationen, die Bedürftige unterstützen oder mit dem Verkauf ihre Arbeit finanzieren. Es gibt auch einige Online-Shops, die Sachspenden annehmen. Das Verschenken über das Internet funktioniert ebenfalls sehr einfach. So dienen Ihre ausrangierten Gegenstände noch einem guten Zweck.

Fazit

Aktuell leben wir in einer Wegwerfgesellschaft. Dabei können ein paar kleine Schritte schon helfen, um weniger Müll zu produzieren. Nebenbei tun Sie auf diese Weise oftmals sich und Ihrer Gesundheit sowie mitunter auch bedürftigen Menschen etwas Gutes. Ganz zu schweigen davon, dass Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten.

Hinweis: Wenn Sie wissen möchten, wie Sie noch mehr Abfall einsparen können, empfehlen wir Ihnen unseren Beitrag mit Tipps zur Müllvermeidung im Bad. Wie Sie sehen, ist ein Zero-Waste Leben gar nicht so schwer zu erreichen.

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